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von Metzeral im  Münstertal bis Belfort

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Im Mai 2002 war es mal wieder soweit. 

Psalm 68,20
Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch

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1.Tag: Metzeral - Col du Platzerwiesel - Naturfreudehaus in Le Markstein
als wir von Colmar kommend in Metzeral den Zug verließen, regnete es in Strömen. Kein vielversprechender Beginn. Aber wie als sollten wir belohnt werden, riss kurz darauf der Himmel auf. Anlass für uns einen kleinen Abstecher zu machen, und die oberhalb des Ortes Sondernach gelegene Wallfahrtskirche "Maria aux Neiges" zu besichtigen. Der zunächst mißtrauische Pfarrer führte ein kurzes Telefonat und schon waren uns alle Türen geöffnet.
Später erhielten wir von ihm sogar den Kirchenstempel in unseren Pilgerausweis geschlagen. 
Mühsam ging es dann durch den steilen Bergwald, der oberhalb von 1000 m sich lichtete zum kleinen Almdorf Platzerwiesel. Von hier aus in ca. 1100 m Höhe hatten wir einen herrlichen Blick auf die baumfreien Höhen des Hauptkamms. An den steilen Osthängen hing noch manches kleine Schneefeld. aber auch hier oben hatte der Winter sein Spiel verloren. so glaubten wir jedenfalls noch zu diesem Zeitpunkt.

Aber zunächst einmal gönnten wir uns eine ausgiebige Rast in der Ferme Auberge du Platzerwiesel, die man wirklich sehr empfehlen kann.


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Bald danach nach leichtem auf und ab über baumfreies Almgelände hin und wieder durchbrochen von niedrigem Krüppelwald erreichten wir die Route du Crete. Schon sichtbar waren die Liftanlagen der kleinen Wintersportstation "Le Markstein", 1200 m hoch gelegen. Etwas mühsam gestaltete sich dann die Suche unseres ersten Nachtquartiers, dem "Refuge des Amis de la Nature Treh". Dazu muss man auf der Rückseite des von Liftanlagen bewehrten Gipfels weitergehen, auf keinen Fall auf der Straße bleiben. Bei einem Haus, das einem Skiclub gehört, sieht man rechts ca 100 m tiefer das Naturfreundehaus der Mulhousener Sektion. Es hat uns dort sehr gefallen.
2. Tag Von Le Markstein über den Grand Ballon nach Thann
nach einem reichhaltigen, selbstzubereiteten Frühstück in der Selbstversorgerhütte des Chalet des Amis de la Nature ging es heraus in die frische Luft eines sonnigen aber kalten Morgens. Meist auf der östlichen Seite der phantastischen Route du Crete wanderten wir über Almwiesen, dann wider durch Tannen- und Krüppelbuchenwald im leichten Auf und Ab bald zwei Stunden, bis wir an dem steil aufragenden, mit Felsschrofen durchsetzten Gipfelhang des Grand Ballon ankamen. Durch ein steiles Kar ging es zuerst um den Gipfel westlich herum, dann im Zickzack den Geröllhang, jetzt vollkommen dem von Osten heranbrausenden Winden ausgesetzt die letzten 50 m zum Gipfelplateau.

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Nach ca 3 Stunden standen wir auf dem Gipfel des 1424 m hohen Grand Ballon, der höchsten Erhebung der Vogesen und dem einzigen 14ooer. Ein heftiger, böiger Wind vertrieb uns fast von der unteren Plattform der Antennenanlage.
An der berühmten Ferme Auberge du Haag wieder nördlich des Grand Ballon legten wir eine Pause ein um uns zu stärken. Ein langer Abstieg von den rauhen Höhen der Route du Crete in das Tal von Thann. Interessant zu beobachten wie die Vegetation immer üppiger wurde. Oben kahle Krüppelbirken und windzersauste Buchen, dann erstes zartes Grün, dann blühende Bäume über den Wiesen des Tals
3.Tag: Von Thann über die südlichsten Hochvogesen über den Grand Ballon zum Chalet des C.A.F. am Langenberg
Übernachtet hatten wir in Thann einer kommunalen Gite, die wir wieder mal ganz alleine für uns hatten. Am nächsten Morgen fuhren wir zuerst mal wieder mit dem Zug zu unserem Ausgangspunkt an dem wir gestern keine Unterkunft gefunden hatten.
Wir hatten kaum begonnen als es auch schon leicht zu regnen begann, der im Verlauf des 2 stündigen Aufstiegs auf über 1100 m immer heftiger wurde und ganz oben in von Sturmboen gepeitschten Schneeregen überging. Es war bitterkalt. Und dann diese Enttäuschung. Die Ferme Auberge war geschlossen.

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Stundenlag gingen wir über den langen Grat und es wollte nicht aufhören zu regnen und zu schneien. Wenn es wenigstens richtiger Schnee gewesen wäre! So waren wir bis auf die Knochen naß als wir nicht mehr weit vom Ballon d'Alsace auf eine Holzhütte stießen. Rauch kräuselte aus dem Kamin. Ein veritabler Unterstand der vor dem schlimmen Wetter Schutz bot. Einige Wanderer saßen schon um den gußeiserner Ofen und wärmten sich. Notdürftig versuchten wir die nassen Kleidungsstücke zu trocknen. Aber irgendwann mußten wir wieder raus ins "feindliche Leben". Aber oh Wunder eine halbe Stunde später hörte es endlich auf zu regnen. Erste Sonnenstrahlen. Und oben am Gipfel des über 1260 m hohen Ballon d'Alsace wurden wir mit etwas Sonne und Fernsicht belohnt.
4. Tag: Über die letzen Höhenzüge der Vogesen nach Belfort
Praktische Hinweise: