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von Speyer nach Edenkoben durch die Rheinebene

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1. Etappe am 17 Dezember 2000.

Psalm 91, 11+12
Denn er hat seinen Engel befohlen, daß Sie Dich behüten auf allen Deinen Wegen, daß sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
Aufbruch um 8:30 morgens in Speyer am Rhein. Schon am Dom, diesem mächtigen und großartigen romanischen Bauwerk wurden wir von zwei Gottesdienstbesuchern wegen der an der Kleidung befestigten Jacobsmuschel als Jakobspilger erkannt und mit einem fröhlichen ULTREIA begrüsst. Danach suchten wir unseren ersten Stempel in unseren Pilgerpass zu bekommen.
Da aber zum selben Zeitpunkt im Dom Priesterweihen stattfanden, erwies es sich als ein Ding der Unmöglichkeit den begehrten Pilgerstempel in der Dompfarrei zu erhalten. Nach einigen Schnappschüssen u.a auch von uns beiden vor dem Pilgerdenkmal ging es zügig los.
Im Gegensatz zu unseren Freunden Hendrik und Wolfgang fanden wir den Einstieg in den Fernwanderweg E8. Wir gingen vom Dom zum Altpörtel, weiter zum Bahnhof und da entdeckten wir an einer Eisenbrücke, die über die Gleise führt zum ersten Mal das rote Kreuz, das uns auf dem Weg nach Edenkoben sicher führen sollte.Wir passierten nur noch das Dorf Harthausen, dann führte der stets gut markierte Weg über Felder und durch lockeren Wald immer nach Südwesten. Die Wege in der Pfalz werden vom Pfälzer Wald Verein gepflegt und markiert. Ein Verlaufen ist fast kaum möglich.
Nach ca. 2:30 Stunden erreichten wir die am Waldrand gelegene Gommersheimer Hütte, eine der gemütlichen Hütten des Pfälzer Waldvereins. Wir legten eine längere Rast ein, stärkten uns mit Pälzer Leberknöp und Kraut, Früchtetee und einer Weissweinschorle. Hatten wir zunächst gedacht, wir hätten etwa die Hälfte unseres Weges zurückgelegt, so belehrte uns ein Blick auf die Karte eines Besseren. Mehr Informationen zum Pfälzer Waldverein bekommt man hier
Weitere 60 Minuten später rasteten wir noch einmal an einem Wegkreuz und einer großen Metalltafel, die uns darauf hinwies, daß wir nicht nur auf dem Europäischen Fernwanderweg E8 wanderten sondern auch auf dem Main-Kinzig-Pfalz Weg. Dies müsste im übrigen ein interessanter Verbindungsweg zu den bayrischen Jakobswegen sein, die Würburg berühren. Die Sonne schien immer noch, aber im Westen - die Haardt-Berge waren noch etwa 7 km entfernt - türmten sich dunkle Wolken auf. Sollten wir doch noch naß werden?
Fazit: Um 16:00 Uhr erreichten wir mit schmerzenden Füßen unser Tagesziel, den Bahnhof von Edenkoben. Ca. 27 Kilometer waren wir gelaufen und haten dazu knapp 6 Stunden reine Gehzeit benötigt. Mit der Bahn fuhren wir an den Ausgangspunkt zurück. Zum Schluß waren wir doch noch in einen kalten Regen gekommen, oben in den Bergen schien es zu schneien.

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